Facts zum Stillen

Gut zu wissen

Wissen allein genügt nicht - Wir geben Wissenswertes rund ums Stillen gerne an Sie weiter. Unsere Erkenntnisse basieren auf 30 Jahren Forschung, auf der 50-jährigen Firmengeschichte und auf unzähligen Gesprächen mit Familien aus der ganzen Welt. Lesen Sie mehr. mehr

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Arbeiten und Stillen

Baby und Beruf unter einen Hut zu bekommen, kann für Mütter ein wahrer Balanceakt werden. Eine berufstätige Mutter zu sein, bedeutet, gut zu organisieren: Es fordert viel Liebe, Zeit und Energie. Außerdem ist es hilfreich zu wissen, dass man nicht die Einzige ist. Lesen Sie, wie andere Mütter es geschafft haben, ihr Leben in den Griff zu bekommen. mehr

Durch das Stillen wird nach der Geburt die Rückbildung der Gebärmutter auf ihre ursprüngliche Grösse unterstützt

  • Durch das Stillen wird das Hormon Oxytocin freigesetzt.
  • Oxytocin ist unter anderem für die Kontraktion der Gebärmutter verantwortlich und sorgt dafür, dass sich die Gebärmutter nach der Geburt wieder zusammenzieht.
     

Ein durchschnittlicher Stillvorgang dauert ca.15-20 Minuten

  • Dies ist die Zeit, die Sie im Durchschnitt je Stillvorgang in bestimmten Abständen, sowohl tagsüber als auch nachts, mit Ihrem Baby verbringen werden.
  • Eine Zeit der Entspannung, des Betrachtens und des Geniessens – nur für Sie und Ihr Neugeborenes.
     

In den ersten Tagen nach der Geburt produziert Ihr Körper nur wenig Milch

  • Diese Milch wird als Kolostrum bezeichnet.
  • Sie wird nur in geringen Mengen produziert, da in ihr alle Nährstoffe enthalten sind, die Ihr Baby braucht. Der Magen Ihres Babys ist noch sehr klein und bereits geringe Mengen (5-7ml) reichen aus, um ihn zu füllen.
  • Diese Milch ist reich an hochwertigen Nährstoffen, die das Immunsystem des Neugeborenen stärken und ihm einen optimalen Start ins Leben geben.
  • Nach etwa drei bis vier Tagen produziert ihr Körper nach und nach mehr Milch und der Magen des Babys wird langsam grösser. Die produzierte Milchmenge richtet sich nach den Bedürfnissen Ihres Kindes.

Stillen verbrennt Kalorien

  • Während der Stillzeit verbrennt Ihr Körper bis zu 500 Kalorien mehr pro Tag.
  • Während Sie und Ihr Kind sich entspannen, verbrennen Sie gleichzeitig Kalorien. Die ideale Methode, um ohne Sport abzunehmen!

Fast dreiviertel aller Mütter bilden mehr Milch in der rechten Brust als in der linken

  • Das hat überhaupt nichts damit zu tun, ob Sie Linkshänderin oder Rechtshänderin sind – es ist einfach so!

Babys wissen instinktiv, wie sie am schnellsten und effizientesten an die Muttermilch kommen

  • Zuerst saugen die Babys schneller und stimulieren damit den Milchspendereflex. Wenn die Milch dann fließt, saugen sie in langsameren und kräftigeren Zügen, bis sie satt sind.

Stillen fast ohne Zucker

  • Die einzige Zuckerart, die Ihr Baby bekommen sollte bzw. braucht, ist Laktose. Dieser unschädliche Zucker ist in der Muttermilch enthalten. Der im Haushalt verwendete Kristallzucker hingegen kann gesundheitliche Schäden beim Zahnen verursachen.

Etwa ein Drittel der Mütter spüren den Milchspendereflex nicht

  • Der Milchspendereflex ist der Moment, in dem die Milch zu fließen beginnt.
  • Die Zeit bis zum Milchspendereflex beträgt im Schnitt 56 Sekunden.
  • Sie können den Milchspendereflex an sich selbst beobachten.

Ihr Kind steuert den Milchfluss durch instinktives Saugen, Schlucken und Atmen

  • Die Milch fließt nur dann, wenn Ihr Baby die Brust mit seiner Zunge in einer bestimmten Art und Weise stimuliert.
  • Ihr Baby gibt beim Stillen das Tempo an und saugt und schluckt in seinem eigenen Rhythmus.
  • Ihr Baby kann sogar eine Pause einlegen und gleichmässig atmen, ohne die Brust dabei loszulassen!
     

Babys trinken bis sie satt sind, und nicht, bis Ihre Brust „leer“ ist

  • Im Schnitt trinken Babys 67 % der verfügbaren Milch, wobei dieser Anteil bei einzelnen Müttern recht unterschiedlich sein kann.
  • Beim Füttern mit dem Fläschchen trinken die Babys in der Regel so lange, bis das Fläschchen leer ist.

Die Grösse der Brust ist unerheblich!

  • Sie werden sicherlich genügend Milch für Ihr Neugeborenes produzieren, ganz egal welche Körbchengrösse Sie haben.

Ihre Milch fließt an der Brustwarzenspitze aus mehreren Öffnungen heraus, nicht nur aus einer

  • Im Durchschnitt verfügt die Brustwarze über neun Öffnungen, manche sogar über bis zu 18.

73 % der Mütter nehmen bei Stillproblemen externe Hilfe in Anspruch

  • Es ist wichtig, bei Bedarf Ratschläge und Hilfe einzuholen. Wie Sie anhand der Zahlen sehen können, ist das ganz normal.
  • Eine ganze Berufsgruppe hat sich dem erfolgreichen Stillen verschrieben.
  • Spezialisierte Fachpersonen helfen Ihnen und Ihrem Baby gerne beim Stillen.
  • Unter www.iblce.com erhalten Sie Informationen zu Still- und Laktationsberaterinnen IBCLC in Ihrer Nähe.

Vorübergehend mehr Oberweite!

  • Ein überzeugender Grund, um mindestens sechs Monate lang zu stillen, wie von der WHO (World Health Organisation) empfohlen.

82 % der Mütter verwenden eine Milchpumpe

  • Sei es, um wieder in den Beruf einzusteigen, oder eine vorübergehende Trennung vom Kind oder ein Stillproblem zu überwinden – die Milchpumpe ist in jedem Fall ein wertvolles Hilfsmittel.
  • Weitere Informationen dazu erhalten Sie von Ihrem Arzt, Ihrer Hebamme, Ihrer Still- und Laktationsberaterin oder auf unserer Website.

Durch das Stillen kommt Ihr Baby mit vielen Geschmäcken und Gerüchen in Berührung

  • Diese frühe Sensibilisierung kann sich in der Entwöhnungsphase des Kindes positiv auf dessen Nahrungsannahme auswirken (1, 2, 3).

Durch das Stillen verringert sich potenziell das Risiko der Mutter, an Krebs oder Osteoporose zu erkranken (5, 6)

  • In Ländern mit hoher Stillrate gibt es weniger Frauen, die unter den für sie typischen Krebserkrankungen leiden, wie z. B. Eierstockkrebs, Gebärmutterkrebs und Brustkrebs.
  • Das Stillen trägt außerdem zur Reduzierung des Osteoporoserisikos im fortgeschrittenen Alter bei.

Stillen schont die Umwelt

  • Stillen ist energieeffizient. Schließlich müssen Sie kein Wasser aufkochen und keine Fläschchen spülen oder sterilisieren.
  • Weniger Verschwendung durch Stillen.

Verweise

  1. C. A. Forestell and J. A. Mennella Early Determinants of Fruit and Vegetable Acceptance Pediatrics, December 1, 2007; 1206: 1247 - 1254.
  2. J. A. Mennella, C. E. Griffin, and G. K. Beauchamp Flavor Programming During Infancy Pediatrics, April 1, 2004; 1134: 840 - 845.
  3. J. A Mennella, C. A Forestell, L. K Morgan, and G. K Beauchamp Early milk feeding influences taste acceptance and liking during infancy Am. J. Clinical Nutrition, September 1, 2009; 903: 780S - 788S.
  4. A. M. Stuebe, W. C. Willett, F. Xue, and K. B. Michels Lactation and Incidence of Premenopausal Breast Cancer: A Longitudinal Study Arch Intern Med, August 10, 2009; 16915: 1364 - 1371.
  5. N. Andrieu, D. E. Goldgar, D. F. Easton, M. Rookus, R. Brohet, A. C. Antoniou, S. Peock, G. Evans, D. Eccles, F. Douglas, et al. Pregnancies, breast-feeding, and breast cancer risk in the International BRCA1/2 Carrier Cohort Study (IBCCS). J Natl Cancer Inst, April 19, 2006; 988: 535 - 544.