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Der diesjährige Kongress der Deutschen Gesellschaft für Thorax-, Herz- und Gefäßchirurgie (DGTHG) bot erneut eine zentrale Plattform für fachlichen Austausch, neue Perspektiven und persönliche Begegnungen. Unser Messeauftritt stand dabei ganz im Zeichen des Dialogs mit Anwender:innen und der gemeinsamen Weiterentwicklung klinischer Prozesse.
Die DGTHG Jahrestagung hat einmal mehr gezeigt, wie bedeutend der direkte Dialog mit den Teams aus der Herzchirurgie ist. Im Gespräch mit Ärzt:innen und Pflegekräften fand unter anderem ein Austausch zu den Prozessdetails im klinischen Alltag statt, die im Routinebetrieb leicht übersehen werden – und dennoch einen großen Einfluss auf Stabilität, Transparenz und Ablaufsicherheit haben.
Gleichzeitig rückt die Thoraxdrainage als zentraler Bestandteil des postoperativen Managements besonders in den Fokus. Ihre Bedeutung für den weiteren Verlauf ist klar spürbar – mit Einfluss auf Komplikationen, klinische Abläufe und die Genesung der Patient:innen.
Diese praxisnahen Einblicke tragen dazu bei, Versorgungspfade besser zu verstehen und gemeinsam Ansätze für verlässliche, patientennahe Abläufe weiterzuentwickeln.
Bei unserem DGTHG 2026 Symposium „Drainage 360°: Evidenz, Effizienz, Outcome – neue Perspektiven der Herzchirurgie“ stand die Frage im Raum, welche Rolle ein modernes, ganzheitliches Drainagemanagement in der heutigen – zunehmend minimal-invasiven und robotischen – Herzchirurgie spielt.
Technologische Fortschritte wie minimal-invasive und robotisch assistierte Verfahren tragen zwar wesentlich zur Verbesserung perioperativer Ergebnisse bei, sind jedoch allein nicht ausreichend, um die Komplexität postoperativer Verläufe vollständig zu adressieren.
Entscheidend ist vielmehr ein integrativer Ansatz, der strukturierte, interdisziplinäre Versorgungskonzepte und evidenzbasierte Medizintechnologie kombiniert.
Im Fokus stehen dabei insbesondere die Verbesserung funktioneller und patientenberichteter Outcomes sowie die Rolle moderner Drainagetechnologie als integraler Bestandteil perioperativer Prozesse.
Der DGTHG Kongress 2026 hat eindrucksvoll gezeigt, wie wichtig interdisziplinärer Austausch und praxisnahe Innovationen für die Weiterentwicklung in der Herzchirurgie sind – dafür bedanken wir uns bei allen Besucher:innen.
1. Petersson NB, Hansen MH, Hjelmborg JV, et al. Incidence and assessment of delirium following open cardiac surgery: a systematic review and meta-analysis. European Journal of Cardiovascular Nursing. 2024;23(8):825-32.